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Erkältungsmittel nach der Pandemie

Erkältungen und grippale Infekte ohne Ende…nach dem Abflauen der Pandemie ist das ein um

sich greifendes Bild, zumindest ist es mein Eindruck.


Als Naturheilkundlerin muss ich mich fragen, wie den davon betroffenen Menschen, die mich diesbezüglich kontaktieren, zu helfen ist. Welche Mittel wirken, besser gesagt, wirken noch?


Es ist eine Tendenz ungefähr der letzten zehn Jahre, dass es erheblich schwieriger geworden ist, Erkältungskrankheiten naturheilkundlich zu behandeln. Es gibt hierzulande viele profunde, gute naturheilkundliche Präparate und Pflanzenextrakte. Das ist eine nicht zu unterschätzende

wunderbare Situation in unserem Land. Selbst, wenn im Laufe der Jahre nicht wenige naturheilkundliche Firmen aufgeben mussten und andere Firmen einige ihrer Präparate nicht mehr oder nur verändert herstellen können und auch einiges von ihren Schätzen nur noch im umliegenden europäischen Ausland beziehbar ist…wir haben es gut! Wir haben viele natürliche Möglichkeiten, unserer Gesundheit auf

die Sprünge zu helfen, uns zu heilen und zu stärken.


Woran liegt es, dass es schwerer geworden ist?


Es sind wohl mehrere Faktoren. Aus meiner Sicht sind es die um sich greifenden Umweltbelastungen und der enorme Stress, dem die meisten Menschen ausgesetzt sind.

Obst und Gemüse enthält nur noch einen Bruchteil seiner Vitamine und Nährstoffe. Sei es, dass Bitterstoffe extremst rausgezüchtet sind, sei es, dass die Böden ausgelaugt und belastet sind, sei es, dass die Luft vielerorts Verschmutzungen aufweist.



Nicht zu vergessen dabei ist unsere Wasserqualität. Was sich in unserem Trinkwasser alles tummelt, gleicht teilweise einem Chemiecocktail. Wo landen die Medikamente, die geschluckt werden, wo landen die Hormone, wo die Antibioktika, die immer noch viel zu häufig eingenommen werden?



Die Meeresfische sind schwermetallbelastet, vom Mikroplastik in mittlerweile allen Lebewesen möchte ich gar nicht anfangen.


„Stress ist Lebensqualität“ – mittlerweile ist es eine willkommene Ausrede und ein Qualitätsmerkmal, keine Zeit mehr zu haben. Wir haben längst vergessen, was für die Balance und Gesundheit des Menschen ein angemessener Eustress-Level ist. Allzu normal sind Zeitdruck, Hektik, Überarbeitung und Freizeitmangel geworden. Wenn ich mich umschaue, rotieren die meisten Menschen meines Umfeldes entsprechend. Klar, dass ich meinen auch nicht geringen Stresspegel als das Mindeste des Machbaren ansehen muss. Klar?


Auf die Impfungen der letzten Jahre und ihre Folgen für das Immunsystem und die allgemeine Gesundheit der Betroffenen möchte ich hier nicht eingehen. Viele von euch erleben es an eigenem Leibe, was sich dadurch verändert hat.


Gehen wir zurück zum Ursprungsthema und widmen uns den Behandlungsmöglichkeiten von Erkältungskrankheiten.

Obligat ist eine hochdosierte Vitamin C-Zufuhr. Ich habe das Gefühl, dass bei all den angebotenen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen das Vitamin C ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. „Das weiß doch jeder, ist ein alter Hut!“ Die Frage ist, ist es so? Ich stelle immer wieder fest, dass

eine hochdosierte Vitamin C-Gabe bei Infektsymptomen eine Wende bringen kann.


Für 5-7 Tage darf es eine Dosierung von 8000 mg täglich sein. Es kommt einem Immunbooster gleich. Danach können immer noch 3000-5000 mg täglich eingenommen werden, die dann sukzessive reduziert werden. Natürlich erfolgt diese hohe Einnahme nicht auf einmal, sondern in Abständen über

den Tag verteilt, denn Vitamin C ist wasserlöslich und würde sonst einfach ausgeschieden werden.


Stellt sich nur schleichend oder kaum eine Besserung bei wiederkehrenden Infekten ein, ist es eventuell ratsam, der körperbezogenen Übersäuerung auf den Pelz zu rücken. Stress und negative Emotionen erzeugen Übersäuerung im Körper. Das bedeutet eine Verschiebung des ph-Wertes unter den Wert von 5,5. Die Zellen verschlacken, der Stoffwechsel erlahmt. Zivilisationskrankheiten im Allgemeinen sind

auf Übersäuerung zurückzuführen. Möglichkeiten, den ph-Wert im System zu korrigieren, bietet beispielsweise das Produkt Redoxzell in Kombination mit Panaceo oder einem anderen hochwertigen Zeolithprodukt. Chlorella-Algen sind ebenso zu empfehlen. Diese Empfehlungen bedürfen einer heilkundigen Beratung und sollten nicht aufs Geratewohl ausprobiert werden.


Eine jederzeit empfehlenswerte leichte, billige und unkomplizierte Art, Säuren zu puffern besteht darin, morgens nüchtern ein Glas mit warmem, stillen Wasser plus einem halben Teelöffel Natron, bestmöglich in Bioqualität, zu trinken. Danach kann gleich gegessen und getrunken werden.

Weitere ganzheitliche Aspekte, die Regeneration fördernd, können sein:

  • Leberentgiftung, Leberentstauung (frage da bitte deinen Heilpraktiker nach geeigneten Mitteln). Meine Lieblingsmittel sind Digesto Hevert 100ml und Gelum Tropfen 100 ml von Dreluso. Es gibt zu diesem Thema unendlich Vieles, was gesagt werden kann! Bitterkräuter dürfen hier nicht unerwähnt bleiben. Als tägliche Dosis zur Nahrungsergänzung sind sie unverzichtbar. Firma Gutsmiedl, Bitterstern und die 7 Heidelberger Kräuter kann ich hier nennen. Die Firma Kohne bringt im Herbst `23 ebenfalls Bitterstoffe heraus. Tropfen und eine Variante, die Salatsaucen beigefügt wird, werden es sein und darauf freue ich mich sehr!

  • Auch die Lymphe ist froh über eine gesonderte Beachtung, transportiert sie doch viele Schadstoffe durch ihre Bahnen, um sie zur Ausscheidung freizugeben. Gute Lymphmittel haben die Firmen Regena (Nr. 6, 510a, 33/5), Soluna (Nr. 9), Presselin (MZ, FE).

Allgemeine Erkältungsmittel, die bei dem einen greifen, bei dem anderen nicht, sind nach wie vor
  • Infludo Tropfen und Globuli (ich liebe dieses Mittel)

  • Metavirulent Tropfen

  • Angiocin Tabletten

  • Bryonia C12 Globuli, wurde schon als Covid-Schutz- und Nachbearbeitungsmittel empfohlen


Jetzt komme ich zur Firma Kohne, die meine jüngste Entdeckung ist und die ich sehr schätze. Die Mittel sind „anders“, ich muss es so stehen lassen. Letztlich macht jede/r seine eigenen Erfahrungen, und nur das gilt!
  • Kohne hat, was Erkältungssymptomatik und Covid-Nachsymptomatik anbelangt, drei sehr gute Präparate vorzuweisen. Gerne gebe ich hierzu in einer persönlichen Konsultation mehr Informationen. Die Gesamtsituation des Betroffenen ist letztlich entscheidend für die Medikation und den ersten Ansatz, dem weitere Empfehlungen folgen.

Chronische Bronchitiden
  • Immer wieder begegnen mir Menschen mit chronischen Bronchitiden als Folge einer Corona- oder Erkältungserkrankung. Es ist ein wirklich hartnäckiges Thema! Neben der Unterstützung dieser Symptomatik mit Solunat Nr. 15, Kohne-Mitteln und diversen Globuli ist es ratsam, Körpertherapie in Anspruch zu nehmen. Hier bietet sich die craniosakrale Therapie an. Sie ist ganzheitlich und kann die Organe gut erreichen, die Körperflüssigkeiten (Lymphe, Blut, Liquor und vor allem das Zellwasser) zum Fließen bringen, das Immunsystem stärken und das Nervensystem stabilisieren.

Das bringt mich zum nächsten Punkt, dem großen Thema Nervensystem. Die menschliche Fitness steht und fällt mit dem Nervensystem und dessen Regulationsfähigkeit. Ob eine körperliche Symptomatik oder eine psycho-emotionale Belastung der Beginn einer Dysregluation des Nervensystems sind, ist fast unerheblich. Das Endresultat ist ähnlich.


Dysregulation bedeutet, dass der Wechsel zwischen parasympathikotonem und sympathikotonem Zustand nicht mehr gut funktioniert und wir aufgrund unser Stresssituationen (siehe weiter oben) eher im sympathikotonen Erregungszustand verharren. Die Qualität der Erholung, der gute und ausreichende Schlaf, die Fähigkeit, schnell auch zwischendurch effektiv zu entspannen, leiden darunter.


Lange Krankheitssymptome und Ermüdungszustände bewirken ebenso, dass das menschliche System in ein sympathikotones Übergewicht verfällt. Zu müde um zu schlafen? Das gibt es wirklich.

Wie komme ich nun an mein gestresstes autonomes Nervensystem heran?


Das Wort „autonom“ sagt aus, dass wir keinen direkten Einfluss auf die Regulationsmechanismen haben. Das zentrale Nervensystem, in Folge von komplexen biochemischen Abläufen und Neurotransmitterreaktionen, regelt es von selbst. Indirekt habe ich einen Einfluss, nämlich indem ich auf meinen Lebensrhythmus achte und den Phänomen Spannung – Entspannung einen gesunden, balancierten Raum in meinem Tagesablauf gebe. Gelingt mir und dir das immer?


In der Tat, es ist nicht so einfach. Zumal die meisten von uns kaum die Zeit haben, sich ständig mit diesen Fragen zu beschäftigen. Damit sind wir wieder bei der Debatte, inwieweit wir als Menschheit, besonders in der westlichen Zivilisationswelt, von unserem gesunden und natürlichen Stressempfinden abgewichen sind.


Die Behandlung des Nervensystems empfinde ich als profund. Nicht nur ich selbst, sondern eine Vielzahl meiner Patienten spiegelt es mir wider. Auch hier ist die craniosakrale Körperarbeit hervorzuheben. Sie hat einen enormen Wert bezüglich dieser Problematik und ist zudem noch angenehm und enorm wohltuend! Das muss auch so sein, wir können unserem feinen Nervensystem kaum mit Druck begegnen, das macht absolut keinen Sinn und ist dir sicherlich klar?!

  • Auch in diesem Zusammenhang nenne ich die Firma Kohne mit ihren exquisiten komplexhomöopathischen Mitteln erneut, denn das Nervenmittel ist wirklich sehr gut!


Was sonst kannst du tun bei wiederkehrenden Infekten und Folgesymptomatik?
  • Aconitum C200 Globuli, Einmalgabe als Schockmittel und Erkältungsmittel (bitte nach Beratung)

  • Omega 3 Fettsäuren. Niemand von uns kann mehr auf sie verzichten. Wir essen viel zu sehr Omega-9 und teils -6-lastig. Eine Ergänzung ist ebenso obligat genau wie die Substitution von Vitamin D3! Gute Firmen (ohne Anspruch, sie alle zu kennen) sind Zinzino, Lykon, Sunday Natural, Norsan.

Und sonst?

Nimm (d)eine sportliche Betätigung wieder auf! Ich erlebe es täglich in der Praxis, dass die Menschen zu wenig oder besser gesagt gar keinen Sport (mehr) machen. Ja, der Zeitmangel, der Stress, die abendliche Müdigkeit…ich kenne es alles! Dennoch, es hilft nichts! Ich muss es so vehement sagen. Bewegung ist Gesundheit. Zellbewegung und damit Stoffwechsel ist Gesundheit. Wie innen, so außen.


Eine regelmäßige, angemessen sportliche Betätigung ist wichtig. Die Effekte, die du dadurch erzielst,

kann dir kein Therapeut in einer sporadischen Behandlungssequenz bringen. Mache unbedingt etwas,

das dir Spaß macht. Jede erzwungene, da sinnvolle Bewegungseinheit wird schnellstmöglich und verständlicherweise wieder aufgegeben.


Dehnungen sind dabei das A&O, deswegen bin ich durch und durch Yoga-Fan. Aber auch das ist nicht für jeden das Beste. Finde heraus, wie, wo und wie oft du dich bewegen möchtest! Es spricht nichts dagegen, dass die Pumpe mal so richtig anläuft und arbeitet! Du übertreibst es ja nicht, sondern gehst in deinem Stil mit dir um, davon gehe ich jetzt mal aus!


Ein letztes Wort noch zu mir. Ich bin nicht geimpft und hatte bis dato keine Corona-Infektion. Aus persönlichen Gründen, die meiner Biografie entspringen, muss ich sehr auf meine Gesundheit achten. Dementsprechend nehme ich einiges an Substituten ein. Darüber hinaus teste ich für mich und meine Patienten viele Mittel in unterschiedlicher Dosierung, so dass ich bestmöglich beraten kann.


Um meine Ausführungen in diesem Artikel zu komplettieren, darf meine Empfehlung für eine Reiztherapie an der Nordsee nicht fehlen. Ja, ich bin voreingenommen und bekennender Nordseefan! Die letzten

5-6 Jahre bin ich mindestens einmal pro Jahr mit meiner Tochter nach Spiekeroog gefahren, zum Islandpferdereiten. Nebenbei gab es gratis jedes Mal einen Immunboost von der salzigen See! Genial!

Das Islandpferdereiten ist nun leider, zumindest was meine Tochter anbelangt, beendet, denn sie hat ihren Stil, Western und Gebissfrei, gefunden.


Ich jedoch möchte nicht auf den therapeutischen Effekt der Nordsee verzichten und freue mich, Mitte November diesen Jahres die Insel Baltrum kennen zu lernen. Auch autofrei, auch mit viel Natur, riesigen Stränden und Nordseeluft!

Give it a try!

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