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Der Darm und seine Flora – das Darm-Mikrobiom

Aktualisiert: 20. Nov 2018

Das Mikrobiom ist die Gesamtheit aller im Organismus eines Menschen bzw. Lebewesens vorkommende Besiedelung von Mikroorganismen.


Die Mikroorganismen im Darm bilden folglich das Darm-Mikrobiom, es gibt Millionen von ihnen in unserem Darm. Das Gleichgewicht und die Relation der verschiedenen Mikroorganismen zueinander scheint unsere Gesundheit und somit auch Krankheiten wesentlich zu beeinflussen. So ist diese Thematik derzeit Top-Thema der weltweiten Medizin-Forschung. Man geht davon aus, dass auch Krankheiten wie Diabetes, Rheuma, Multiple Sklerose, Demenz usw. mit dem Zustand des Darms etwas zu tun haben.



Gesunder Salat

Eine gesunde Frischkost ist hier das „Mittel der Wahl“. Die „guten“ Darmbakterien leben von Ballaststoffen, und diese sind in Gemüse und reifem Obst enthalten.


Ernährung spielt selbstverständlich eine große Rolle


Bevor es zu diesen „mächtigen“ Krankheitsbildern kommt, gibt es jedoch schon Symptome, die viele Menschen tagtäglich kennen: Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Bauchschmerzen, Nahrungsunverträglichkeiten, Gewichtsprobleme, u.v.m. Hier sollte bereits der Hinweis auf ein Ungleichgewicht des Darm-Mikrobioms ernst genommen werden. Neue Studien weisen darauf hin, dass es gesundheitsfördernd ist, wenn viele verschiedene Arten von Bakterien im Mikrobiom angesiedelt sind (Diversität= Artenvielfalt).


Eine Stuhlflora-Diagnostik kann Aufschluss geben über die Darmbesiedelung der gängigen Keime, die bereits bekannt sind und lässt Rückschlüsse auf bspw. eine Candida-Besiedelung, entzündliche Prozesse, Magensäuremangel, Schwäche der Bauchspeicheldrüse zu. Dieser Zustand ist dann individuell therapeutisch behandelbar. Häufige Antibiotika-Einnahme verringert die Diversität der Darmbakterien, ebenso wie Chemotherapie und Bestrahlung.


Die Ernährung spielt diesbezüglich selbstverständlich eine große Rolle. Eine gesunde Frischkost ist hier das „Mittel der Wahl“. Die „guten“ Darmbakterien leben von Ballaststoffen, und diese sind in Gemüse und reifem Obst enthalten. Eine zu stark eiweißhaltige Ernährung kann über längere Zeit das Darm-Mikrobiom von den „guten“ Bakterien (wie Bifidobakterien, Lactobaccilus) verschieben hin zu einem Überhang an „schlechten“ Bakterien (gewisse Stämme von E. Coli, erhöhte Werte von Enterococcus). Fäulnisbakterien, die Clostridien, können sich in einem solchen Milieu (der ph-Wert im Dickdarm wird basischer durch die „schlechten“ Bakterien) ausdehnen. Häufig sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Folge. Eine Besiedelung des Darms mit Candida-Hefepilzen ist eine weitere Folge eines aus der Balance geratenen Darm-Mikrobioms. Auch Konservierungs- und Zusatzstoffe wirken sich problematisch aus. Dass die heutige, weit verbreitete Ernährungsweise mit Fast Food, Convenience Food und Fertigmenus eine „tickende Zeitbombe“ für unser Darm-Mikrobiom ist, erklärt sich fast von selbst.


Auch wenn das Internet viele Anregungen gibt und es fast möglich ist, sich sämtliche Informationen selbst zusammen zu suchen, möchte ich doch von einer Selbst-Therapie abraten. Wenn Sie Probleme mit der Verdauung haben, Hautkrankheiten oder Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, Diabetes usw. ist es ratsam, sich von einem Heilpraktiker Ihres Vertrauens fachkundig beraten zu lassen. Hierzu sollte eine Stuhldiagnostik als Grundlage der Befundaufnahme und darauf folgenden Therapie dienen, die von einem guten naturheilkundlichen Labor angefertigt wird. Natürlich birgt dies Kosten, die (leider) meistens auch nicht von den Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten werden. Eine gute Diagnostik und naturheilkundliche Therapie kann jedoch den Leidens-Zeitraum verkürzen und oftmals beenden, so dass auf lange Sicht gesehen evt. sogar Kosten eingespart werden können und das Leben wieder gesünder genossen werden kann.


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Antina Springer - Heilpraktikerin