• antinaspringer

Stress_Darm_Psyche_nochmals zusammengefasst

Dieser Beitrag stellt eine Zusammenführung und Zusammenfassung meiner Artikel „Mein Darm-meine Psyche“, „Du hast keinen Burn out, du hast eine Nebennierenschwäche“, "Leaky-gut-Syndrome" dar.





Stress beinhaltet immer eine körperliche Problematik. Auch innerer Stress wird irgendwann körperlich. Körper und Seele arbeiten in einem immerwährenden Kreislauf zusammen.


Stress wird in den Nebennieren aufgefangen. Die Nebennieren sind kleine Drüsen, die wie eine Kappe

auf linker und rechter Niere aufsitzen. Sie sind wesentlich an unserem Hormon-, Blutdruck- und Stoffwechsel-Status beteiligt.


In den Nebennieren werden die Hormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin produziert, es sind sog. Stresshormone. Im Zustand des Eustresses ist alles in Ordnung. Eine gewisse Anforderung im Leben belebt den Menschen, macht Entwicklung möglich und gibt uns ein gutes Gefühl, aktiv in unserem Lebenskontext eingebunden zu sein. Die Kehrseite der Medaille ist der Distress. Stress, der zu lange anhält und belastend wird, so dass keine Kompensation mehr stattfindet, entwickelt sich zu

Symptomen weiter.


Wir gewöhnen uns an ein langsames, aber stetig steigendes Maß an Aktivität, Funktionieren und Erledigen. Für das Nervensystem heißt das irgendwann, ständig im Flucht-Kampf-Modus zu bleiben.

Je mehr und länger Stress anhält, desto mehr produzieren die Nebennieren Cortisol. Cortisol und a

uch Adrenalin fungieren somit als Marker, uns dazu zu bewegen, anders zu handeln – denn wer mag

schon immer unter Strom stehen? Gleichzeitig benötigt es umso mehr Serotonin, ein Glückshormon

des Hirns, um das Cortisol abzubauen. Hier wird die Verbindung zwischen Organsystem und Hirnfunktionalität deutlich. Hirnfunktionalität heißt selbstverständlich nicht nur, aber doch erheblich: Regulation über das autonome Nervensystem (ANS), auch vegetatives Nervensystem (VNS) genannt.


Wir sind immer noch bei andauerndem Stress. Es hört einfach nicht auf und wir gewöhnen uns an ein langsames, aber stetig steigendes Maß an Aktivität, Funktionieren und Erledigen. Für das Nervensystem heißt das irgendwann, ständig im Flucht-Kampf-Modus zu bleiben, also sympathikoton zu bleiben.

Eine vegetative Umstimmung des sympathikotonen zum parasympathikotonen Zustand findet kaum

oder gar nicht mehr statt. Symptome, die dazu passen: Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche, Verlust der Libido.


Kurzer (und unvollständiger) Exkurs zum autonomen Nervensystem: Sympathikus, Parasympathikus und das Soziale Nervensystem (polyvagale Theorie nach Steven Porges) bilden das ANS. Der Sympathikus ermöglicht Aktivität, Leistung, Flucht-Kampf-Modus, er ist im Wachzustand aktiv. Mit Hilfe des Parasympathikus entspannen wir uns, können Blase und Darm entleeren, verdauen wir. Das Soziale Nervensystem ermöglichst uns schöne soziale Kontakte, die zur Zufriedenheit und Geborgenheit beitragen.


Wenn der Stress nun noch eine Weile ungebremst weitergeht, erschöpfen sich langsam die Nebennieren, sie erlahmen. Cortisol wird nur noch wenig, und nicht ausreichend, produziert. Der Serotoninspiegel ist unter Umständen ebenfalls schon am Absinken, denn es brauchte ja Unmengen davon, um das Cortisol abzubauen.


Wenn Seratonin an den Nervenendigungen fehlt, entsteht Chaos im System

Serotonin wird im Darm produziert, zu bis zu 97%. Ein Großteil der in unserem Körper existierenden Bakterien bzw. Mikroorganismen stellen Neurotransmitter, u.a. das Serotonin, her. Wir brauchen also auch einen gesunden Darm, um unseren Stresslevel zu balancieren. Nur 1-3% des Serotonins wird im Gehirn produziert, obwohl wir es genau dort brauchen!


Serotonin ist ein Botenstoff, ein Neurotransmitter, genau wie Dopamin, Oxytocin, die allesamt auch als Glückshormone bekannt sind. An der Nervenzelle hat Serotonin die Aufgabe, Informationen über den synaptischen Spalt zur nächsten Nervenzelle zu transportieren. Alle Körperfunktionen sind nerval gesteuert, ohne verfügbares Serotonin kommt es zur teils drastischen Einschränkung der Gesundheit.

Glückshormone heben die Stimmung, motivieren, mobilisieren. Und, wie gesagt, bauen die Stresshormone ab!


Langanhaltende Darmbeschwerden/-Krankheiten und langanhaltender Stress können vom System irgendwann nicht mehr ausbalanciert werden. Dann erschöpfen die Nebennieren und letztlich auch die Seratoninproduktion. Wenn Seratonin an den Nervenendigungen fehlt, entsteht Chaos im System: Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Nahrungsmittelallergien (leaky-gut-syndrome), Schlafstörungen, Blasenprobleme, Augenprobleme, Zittern, Ängstlichkeit/Angst bis hin zur Panik, Konzentrationsmangel, Gedächtnisprobleme, Blutdruckschwankungen, Gelenkschmerzen, Erschöpfung…dann kommen wir langsam in den Bereich, der als BURN OUT bezeichnet wird.


Burn out ist keine anerkannte Krankheit, es ist eher ein Modewort, das leider oft pauschal verwendet wird. Für den Betroffenen ist es oftmals noch mit Scham belegt, weil er seine Zustände eventuell nicht begreifen kann und das Verständnis der Umwelt dafür sehr gering ist.


Fakt ist, dass ein Burn out eine Stoffwechselerkrankung und eine Erkrankung der Nebennieren ist.

Und wenn dann noch das große Thema Wechseljahre hinzukommt, passiert folgendes:

Vorher kurz noch ein paar Stichworte zur Bedeutung des Hormons Progesteron: Es erhält die Gebärmutterschleimhaut, regt den Stoffwechsel an, schütz vor Krebs (Gebärmutter- und Brustkrebs), kann im Gehirn für gute Entscheidungsfähigkeit sorgen, stärkt die Knochen, verfeinert das Hautbild, lässt besser schlafen, kann in der zweiten Zyklushälfte für Verstopfung sorgen.


Wechseljahre und Stress:

Cortisol blockiert die Progesteron-Rezeptoren. Wenn es im Stressmodus vermehrt ausgeschüttet wird, wird die Progesteronbildung stark gehemmt. Östrogen und Progesteron geraten aus ihrer physiologischen Balance, es kommt häufig zu einer Östrogendominanz und folglich zu Symptomen wie Prämenstruelles Syndrom, Myomen, Schlafstörungen, Libidoverlust, Brustverhärtungen und -spannungen, höheres Risiko für Brustkrebs, Schmerzen während der Mensis und dem Eisprung, unregelmäßiger Zyklus, sowie die bereits oben genannten Symptome, je nach Individualität.


Bei einer Östrogendominanz steigt die Produktion der Androgene an. Aus Ardrostendion entsteht Estron und Testosteron, welches in DHT (die potente Form des Testosterons) umgewandelt wird. Erfolgt dies vermehrt, fallen die Haare aus.


Leider können sich die Nebennieren nicht erholen, wenn nicht eine wirkliche Veränderung der Lebensumstände erfolgt. Das heißt im Klartext: raus aus dem Stress, gute Ernährung/Entsäuern, störende Lebensthemen bearbeiten und auflösen, mehrmals wöchentlich eine sportliche Betätigung, Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe und sinnvolle Nahrungsergänzungen einnehmen, sowie die Darmfunktionalität wiederherstellen.


Wenn all dies konsequent beachtet wird, brauchen die Nebennieren ca. 6 Monate bis 2 Jahre zur Regeneration. Wie sicherlich schon klar geworden ist, sind es mehrere Maßnahmen, die ineinander-greifen sollten.


Kurz zum Thema Nahrungsergänzungen, hier einige Empfehlungen:

Vit. D3/K2, Omega-3-Fettsäuren, Rhodiola, Phytocortal N, Vit. B12, B2 sowie der ges. B-Komplex, Folsäure, Magnesium, Probiotika, Vitamin C, Zink, Aminosäuren, L-Gluthamin, Vital Life Yams Creme. An Schwermetallbelastung denken und ggf. ausleiten.


Je sicherer und vertrauter wir uns mit uns und unserem Leben fühlen, desto mehr kann Selbstheilung, Regeneration, Stress-Abbau und Entspannung eintreten.

Unser Stress-Pegel sollte sich günstigstenfalls danach richten, wie gut und schnell wir uns vom Stress erholen können! Dazu müssen wir uns spüren, um zu bestimmen, wann und wie dies der Fall sein kann/darf/muss. Entschleunigung ist ein Modewort unserer Zeit geworden, berechtigterweise.


Ich finde es jedoch wichtig, dass Entschleunigung nicht nur an den extra gebuchten Yoga- oder Meditationskursen oder an einem Wellness-Wochenende stattfindet, sondern dass das langsam werden und langsam machen zu einem festen Bestandteil des Alltags wird. Den gefüllten Tagesablauf auch ein wenig abzuspecken wird keiner für mich übernehmen. Das ist meine Aufgabe. Dazu muss ich es mir wert sein, dass Veränderungen geschehen können.


Dazu haben wir ein wunderbares Vehikel bekommen, unseren Körper

Veränderungen geschehen, wenn ich mich auf mich selbst besinne und mich spüre. Dazu haben wir ein wunderbares Vehikel bekommen, unseren Körper. Er zeigt uns, wo etwas zu viel oder zu wenig ist, wo Anspannung und Schmerz aufleuchten, welche Emotionen und Empfindungen ich in mir trage.




Menschsein ist das große Geschenk, mich durch meinen Körper zu erfahren und selbst zu erkennen. Wenn die alten Auflagerungen und Muster dann langsam verdunsten, reduziere ich meinen Stress immens. Mein Körper produziert wieder vermehrt die Glückshormone Serotonin und Oxitocyn, die wichtigen Stresshormone Cortisol, Noradrenalin und Adrenalin werden in physiologischem Maße ausgeschüttet. Parasympathikus und Sympathikus, also das autonome Nervensystem, arbeiten zu meinem höchsten Wohle miteinander.


Sich spüren, bedeutet lernen. Symptome können dann auch als Mitteilung verstanden werden und auch zurücktreten.

Vor allem für kopflastige Menschen ist es so wichtig, ein Körpergefühl zu bekommen und die Kontrolle des Verstandes abzugeben. 80-95% der Informationen und Impulse, die den physischen und psychischen Menschen steuern, gehen vom Bauch zum Kopf und entsprechend wenig Informationen nehmen den Weg vom Kopf zum Bauch! Der Darm ist unser Bauchhirn, und Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind bekanntlich meist die Besten.


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Antina Springer - Heilpraktikerin