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Übersäuerung

Säurebildende Nahrung, übersäuert sein, sauer aufstoßen, Basensal, Säure-Basen-Gleichgewicht,

basisch essen, Basenfasten, Zivilisationskrankheiten…hier nur einige wenige beispielshafte Stichworte

zum Thema Übersäuerung. Sie durchziehen unser Leben.



Dass Zucker, Weißmehl- und grundsätzlich Getreideprodukte, Milchprodukte und Fleischwaren sowie Alkohol säurebildend sind, wissen wir alle.

Ich muss gestehen, mich stresst alleine schon der Gedanke an die Übersäuerung und ihre leider hohe relevante Bedeutung in unserer Zeit. Es stresst, da ich weiß, wie herausfordernd es ist, auf eine gute Balance zwischen Basen und Säuren zu achten, wie häufig es nicht gut gelingt, das Gleichgewicht zu erreichen, zu halten. Und es ist so wichtig, sich diesen Sachverhalt anzuschauen. Dazu soll dieser Artikel ein klein wenig beitragen.


An allererster Stelle wird bei Übersäuerung, zu Recht, an die Ernährung gedacht. Dass Zucker, Weißmehl- und grundsätzlich Getreideprodukte, Milchprodukte und Fleischwaren sowie Alkohol säurebildend sind, wissen wir alle. Viele von uns schaffen es dennoch bereits sehr gut, auf eine Ausgewogenheit in der Ernährung und auf einen Überhang an Obst und Gemüse zu achten.

Und dennoch, auch diese Menschen sind weitestgehend übersäuert. Woran liegt das?


Wie einigen meiner Blog-Beiträgen zu entnehmen ist, habe ich mich immer wieder mit dem Thema Stress beschäftigt. Und leider, und auch das möchte man manchmal nicht mehr hören und beachten, ist Dauer-Stress einer der Hauptauslöser für Übersäuerung.


Was macht Übersäuerung im Körper bzw. wie entsteht sie?


Ein gesunder Organismus benötigt einen ausgewogenen Haushalt an sauren und basischen Mineralien. Basenbildende Mineralien sind Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium und Eisen.

Säurebildende Mineralien sind Phosphor, Jod, Schwefel, Chlor. Die Mineralien arbeiten zusammen,

so bauen, um ein Beispiel zu nennen, Phosphor und Calcium miteinander die Knochen und Zähne auf. Calcium sollte dabei doppelt so hoch zur Verfügung stehen. Phosphor nehmen wir durch Getreide-, Fleisch- und Milchprodukte auf. Leicht vorstellbar, dass meistens mehr Phosphor zugeführt wird

als Calcium, das z.B. in grünem Gemüse, Bananen, Avocados, Paranüssen, Sojabohnen, Parmesan, enthalten ist. Es kommt zum Ungleichgewicht zugunsten der Säurebildung. Um das Gleichgewicht herzustellen, puffert der Körper diese Säuren und zieht dazu Magnesium aus den Muskeln und Calcium aus Knochen, Haarboden, Zähnen, Bindegewebe, Sehnen und knorpeligen Anteilen heraus und neutralisiert die Säuren. Es entstehen Salze als Produkt der Neutralisierung von Säuren.


Der Flut der Säuren ist der Organismus in der heutigen Zeit kaum gewachsen. Die Fehlernährung mit Fertigprodukten und fast Food ist ein Flächenbrand. Die Ausscheidungsorange Darm, Lunge, Haut, Niere sind überlastet, da es gilt, zu viele Salze auszuscheiden. Um sich zu schützen und dem Problem irgendwie zu begegnen, lagert der Köper nun die Salze, auch als Schlacken bezeichnet, in Gelenke, Bindegewebe (Falten und Cellulite), Organe und Blutgefäße ein. Irgendwann bemerkt man Müdigkeit, chronische Erschöpfung und Unwohlsein, und bei weiterem Verlauf entstehen unsere sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arthrose, Übergewicht, Nieren- oder Gallensteine, Gicht, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall.

Ein ausgewogenes Mineralstoffverhältnis ist die Voraussetzung für ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis. Die Rolle der Ernährung ist ausreichend klar.

Wie trägt Stress nun zur Übersäuerung bei?


Stress bedeutet auf längere Sicht, dass das autonome Nervensystem nicht mehr gänzlich oder sogar gar nicht mehr entspannt. Siehe auch den Beitrag „Wie stärke ich meine Ressourcen. Ein kleiner Ausflug in das Geheimnis unseres Nervensystems". Wir sind im Stress ‚sympathikoton‘, der ‚parasympathische‘ Anteil kommt nicht mehr zum Zuge: die vegetative Umstimmung, die den Ausgleich von Spannung

und Entspannung, von Aktion und Ruhe, herstellt, ist gestört. Schlafstörungen sind unter anderem

ein Ausdruck dessen. Schlaftabletten sowie alle allopathischen Medikamente machen, im Sinne

der chinesischen Medizin gesprochen, ‚Hitze‘ im System. Hitze im System ist nichts anderes

als Übersäuerung. Ein Teufelskreis.


Der Parasympathikus und hier besonders der Vagusnerv versorgt die Bauchorgane. Darm, Leber, Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse sind vagal gesteuert. Wenn der Sympathikus dominiert, geht dies zu Lasten der Verdauungsarbeit in den gesamten Bauch- und Verdauungsorgangen. Der Stoffwechsel wird gestört, verlangsamt sich, kommt teils zum Erliegen. Menschen reagieren unterschiedlich auf Stress, entweder mit Durchfall, häufig jedoch mit Verstopfung. Stuhl bleibt liegen und es kommt zu einer gewissen Selbstvergiftung des Organismus. Wie gesagt, Schlacken machen Übersäuerung.


Je mehr Stress, desto mehr Stresshormone, also Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin, werden ausgeschüttet. Die Ausscheidungsorgane, das Verdauungssystem, die Atmung…alles ist hormonell gesteuert. Stresshormone werden durch Serotonin, welches im Wesentlichen im Darm produziert wird, abgebaut. Wird Serotonin zu stark verbraucht, fehlt es an der Nervenzelle zur Übertragung von Informationen.

Fehlt Information im Verdauungstrakt, hat dies Auswirkungen auf die Funktionsweise der Ausscheidungs-organe. Ihre Funktionalität sinkt und es kommt zur Übersäuerung, da Nahrungsbrei nur unzureichend verdaut wird, im Magen-Darmtrakt zu lange liegen bleibt, vergärt oder zu großmolekular wieder rückresorbiert oder ausgeschieden wird.


Um Übersäuerung zu verstehen, muss dem Zellgewebe, und zwar dem Inneren der Zelle (Intrazellulärraum), als auch dem Zwischenzellgewebe (Interzellulärraum) Beachtung geschenkt werden.

Unmerklich wird der Atem bei Stress flacher, oft auch schneller, und als Folge kann nicht mehr genügend Sauerstoff aufgenommen werden. Das Blut benötigt den Sauerstoff, um Schlacken abzutransportieren. Schlacken werden wieder eingelagert. Gleichzeitig erhöht sich bei Sauerstoffmangel die Milchsäureproduktion, eine Reaktion auf die reduzierte Möglichkeit, durch Sauerstoffzufuhr in die Zelle dort Energie herzustellen. Ein zu viel an Milchsäure übersäuert den Körper.

Schauen wir uns aber auch mal an, was in der kleinsten Einheit unseres Gewebes, der Zelle, geschieht.

Um Übersäuerung zu verstehen, muss dem Zellgewebe, und zwar dem Inneren der Zelle (Intrazellulär-raum), als auch dem Zwischenzellgewebe (Interzellulärraum) Beachtung geschenkt werden.

Fachleute kennen den Interzellulärraum auch als Pischinger Raum oder Matrix.


Im Pischinger Raum geschieht der Austausch zwischen Blut und Zelle: Nährstoffe werden von den Arterien in die Zelle geschleust, Schlacken gelangen von der Zelle über die Lymphe und das Blut über die Leber zu den Ausscheidungsorganen.


Dazu ein kleines anschauliches Video:


https://www.bing.com/videos/search?q=wie+%c3%bcbers%c3%a4uert+stress+den+k%c3%b6rper&&view=detail&mid=F62A9152BD7444F45D54F62A9152BD7444F45D54&rvsmid=1F2A50BBC1E9CFB4472A1F2A50BBC1E9CFB4472A&FORM=VDQVAP

Erhöhte Säurebildung, Stress, stresserzeugende Emotionen wie Ängste, Umweltgifte und Schwermetalle reduzieren die physiologische Zellspannung. Das Zellinnere bekommt eine positive Ladung und kann die ebenfalls positiv geladenen Mineralien wie Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, nicht mehr genügend oder gar nicht aufnehmen. Die gelartige Zellstruktur zwischen den Zellen verdickt und verfestigt sich,

so dass immer weniger Austausch zwischen Blut, Lymphe und Zellen erfolgen kann.


Eine gesunde Zelle hat eine leicht negative Ladung und nimmt die positiv geladenen Mineralien auf.

Die Zelle wird ernährt.


Durch die Übersäuerung ändert sich der ph-Wert des Blutes. Im günstigsten Fall liegt dieser leicht basisch bei 7,33-7,45. Hier läuft Zellstoffwechsel ab. Übersäuerung lässt den ph-Wert verständlicherweise ins saure Milieu abgleiten. Der Zellstoffwechsel wird behindert. Im Magen jedoch herrscht ein extrem saures Milieu, ein ph-Wert von ca. 2. Dies muss auch so sein, damit die Nahrung im Magen vorverdaut wird, bevor der Zwölffingerdarm die hauptsächliche Nahrungsverwertung und Nährstoffresorption betreibt. Übersäuerung bewirkt im Magen ein Ansteigen des ph-Wertes, infolgedessen kann die Nahrung nur noch unzureichend aufgebrochen und angedaut werden. Bei länger anhaltenden Stresszuständen, dies wiederum ist im Zusammenspiel mit den Stresshormonen zu sehen, fehlt sogar Magensäure. Auch bei fehlender Magensäure kann es zu Sodbrennen kommen. Dies liegt daran, dass die schlecht verdaute Nahrung gärt und säurehaltig die Speiseröhre hochsteigt.


Die Zusammenhänge sind vereinfacht dargestellt. Wir wollen das Augenmerk darauf richten, gesund zu werden oder gesund zu bleiben, d.h. aus der Übersäuerung raus zu kommen bzw. gar nicht erst hinein zu kommen.


Zu einem funktionierenden Zellstoffwechsel gelangen wir wieder, wenn

- die Ernährung mehr basisch als sauer ist, also hauptsächlich Gemüse und Obst enthält

- regelmäßig Sport gemacht wird (Zellgesundheit entsteht auch durch Bewegung)

- entsäuert wird

- sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden

- gefastet wird (dies ist nicht jedem zu empfehlen)

- Stress vermieden wird bzw. das Leben so organisiert wird, dass Stress vermindert entsteht

- regelmäßige Ruhephasen erfolgen

- viel gutes Wasser getrunken wird

- belastende Emotionen gelöst werden

- die innere Schönheit gefördert wird

- Liebe gegeben und empfangen wird

- der Geist gereinigt wird, Gedankenhygiene erfolgt




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Antina Springer - Heilpraktikerin