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Gedanken im Januar '23

Aktualisiert: 29. Jan. 2023

Zuerst einmal, die Zeit rast! Das wissen und merken wir schon lange, sind die letzten Jahre nicht wie im Flug vergangen?!


Ein früherer Lehrer für Geistiges Heilen erklärte dieses Phänomen anschaulich am Koordinatensystem. Die x-Achse ist das magnetische Feld der Erde und die y-Achse das elektromagnetische Feld der Atmosphäre. Im Zuge des Wassermannzeitalters und der stetigen Transformation der Menschheit auf

dem Planeten Erde spannt sich die Kurve derart auf, dass zusehends eine Verlagerung vom magnetischen ins elektromagnetische Feld stattfindet. Wir tendieren somit ins Feinstoffliche und hin zum Aufstieg in die fünfte Dimension. Im Zuge dessen verfliegt die Zeit schneller beziehungsweise ist es erklärbar, dass wir es so wahrnehmen. Weiter und plausibler kann ich es nicht ausführen, dafür fehlt mir jegliches physikalisches Verständnis. Ist auch nicht so wichtig, zumindest für Nicht-Physiker. Was letztlich zählt ist das eigene Erleben, die eigene Einordnung in das zeitgebundene Sein und die Zufriedenheit, die der inneren Haltung entspringt und fernab jeglicher äußeren Umstände möglich ist.


Ich springe jetzt ein bisschen – wir haben Januar 2023, fast Februar und es ist grau und trüb schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich bin absolut kein Wintertyp. Die Lichtlosigkeit und andauernde Kälte sind nicht mein Ding. Von Kälte kann allerdings mittlerweile kaum noch gesprochen werden. Kalte Winter habe ich in meiner Kindheit erlebt und auch teils noch in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende. Minus 20 Grad über 6 bis 8 Wochen lang und meterhohe geschippte Schneeberge am Zaun - das sind Erinnerungen, jedoch kein zeitgenössisches Erleben. Dennoch, warm ist es nun gerade nicht. Kühle, Kälte und kein Licht, das ist definitiv nicht mein Wohlfühlspektrum.


Auf einer spirituellen Ebene – nicht wertend, alles annehmend, in stetiger Anbindung an das Höhere Selbst - habe ich es anzunehmen und nehme es Jahr für Jahr an. Meine persönliche Meinung: ich mag

es nicht besonders und so ist es eben! Gleichzeitig freue ich mich, dass das Annehmen wirkt, und ich schon lange nicht mehr leide!


Zurück zum Hier und Jetzt beziehungsweise vorher noch kurz in die Vergangenheit des letzten Jahres.

Das Jahr 2022 - wie war das für dich? Wie hast du dich gefühlt?





Ich fand es nicht prickelnd! Alles lief mehr oder weniger im grünen Bereich, doch es hat sich für mich nie richtig gut angefühlt und das, obwohl ich als Ungeimpfte wieder alles im Außen machen konnte. Für uns alle gab es annährend Normalität, was auch immer darunter zu verstehen ist. Aber „zwischen den Zeilen“ war es bedrückend, belastend, teils zäh, anstrengend. Ich spreche von mir und von nicht wenigen Menschen in der Patienten- und Bekanntschaft. Wenn es bei dir ganz anders und viel besser war, ist

das gut und ich freue mich für dich.


Um was es mir geht, und nun bin ich im Hier und Jetzt, ist die sogenannte Work-Life Balance. Ich mag dieses Wort nicht. Nicht, weil es Englisch ist - denn ich liebe die englische Sprache sehr - sondern weil in diesem neudeutschen Ausdruck eine gewisse Abstraktheit mitschwingt, die zwischen mir und meinen Bedürfnissen irgendwie eine Distanz schafft. Ich möchte nicht auf mich achten, weil es „In“ ist, Balance zu halten oder weil ich meinen modernen Lifestyle damit zeigen möchte.


Mir ist es ernst mit dem Verhältnis von Spannung-Entspannung, Arbeit und Freizeit. Ich habe zwei Trennungen (von Partnern, an denen Kinder beteiligt sind), einen Zusammenbruch, einen traumatischen Umzug und einen dreifachen Praxisaufbau hinter mir, und vieles andere auch, was das Leben an Geschichten zu schreiben vermag. Ich weiß zumindest in Bezug auf mich, wovon ich spreche, wenn ich nach dem für mich richtigen Maß an Arbeit, Funktionieren und Erholung suche.

Oh, da poppt ‚Funktionieren‘ auf…das ist nochmal speziell und hat einen eigenen Geschmack fürs Nervensystem, davon vielleicht ein anderes Mal mehr.


Zu Spannung/Anspannung, die zu Stress wird, gehört der Zeitdruck. Bei mir ist das häufig so, dass ich möglichst mehrere Dinge gleichzeitig zu tun habe. Das liegt an der Art meiner Tätigkeiten, Heilpraxis und Airbnb und daneben auch immer wieder die Familie. Den Turbo anschmeißen, Gas geben…das kenne ich gut und kann es auch bedienen. Es wird mit zunehmendem Alter jedoch zum einen beschwerlicher und zum anderen unzufriedenstellender.


Heute erlebe ich einen Tag ohne Zeitdruck. Es ist dem Umstand geschuldet, dass ein heutiger Kurs ausfiel beziehungsweise verschoben wurde. Normalerweise drängen in entsprechende Lücken schnell andere Termine herein. Spontane Behandlungen sind dann möglich und geschätzt von denjenigen, die in den Genuss eines ad-hoc-Termins kommen. Das war diesmal nicht der Fall - was ist da los? Die ersten Zweifel und Verunsicherungen, dass etwas mit mir nicht stimmt, lasse ich nach innerer Einkehr los. Da ich allein für so manches verantwortlich bin, bin ich es vor allem seit 2022 nicht mehr gewohnt, viele Freiräume zu haben. Selten ist ein ganzer Tag von A bis Z frei. Meistens gibt es an Wochenend- und Feiertagen auch bindende Termine und zwischenzeitlichen Zeitdruck.

Das mit der Work-Life-Balance ist also gar nicht so einfach. Meine Erfahrung des letzten Jahres war, dass mein Kalender voll war. Voll, voller, am Vollsten und vor allem waren Wochenenden hintereinander häufig mit Aktivitäten belegt. Ich habe durchaus darauf geachtet, wie ich meine Termine lege. Aber etwas in mir war wohl noch nicht ganz klar, so dass es trotz alledem dazu kam, dass es viel zu viel wurde. Das ist mir im Laufe des Jahres an die Substanz gegangen, zumal Belastungen monetärer Art mir das Leben schwer gemacht haben.


Zum Ende des Jahres hin habe ich mein Mitte und meine innere gelassene und positive Ausrichtung wiedergefunden. Es hilft nichts, sich über die Energiekosten und gestiegene Preise zu beschweren,

denn wir leben in diesem Land und in diesem System und auf die ein oder andere Weise haben wir uns damit zu arrangieren. Das heißt nicht, es richtig und gut zu befinden oder die Geschehnisse um uns herum nicht kritisch zu betrachten. Nur, sich darüber aufzuregen und in ständiger Sorge zu sein, macht innerlich krank und unzufrieden. Damit ändert sich nichts im Außen, wohl aber etwas in meiner Beziehung zu mir selbst.


Meine Haltung jedoch kann ich jederzeit ändern, wenn ich dies für nötig befinde und es möchte. Es braucht dazu ein großes inneres Einverstanden-sein mit allem was ist und was nicht ist. Es braucht eine Gelassenheit und ein gleichmäßiges Schreiten im Moment und von Moment zu Moment mit offenen Augen, mit offenem Herzen, mit Milde, Güte und ehrlicher Konsequenz im eigenen Denken und Handeln. Ich bin dankbar, dass sich diese Haltung hat einstellen können und ich so ins neue Jahr gehen konnte. Mit Neugierde, was kommt, was nicht kommt, was ich umsetze, was ich nicht umsetze, wo ich weiter hin schauen kann, wo ich säen und wo ich bereits Früchte ernten kann.


Es dreht sich alles um mich? Ja, um wenn sonst? Ich hoffe, bei dir dreht sich auch alles um dich! Es ist

kein Egoismus, keine übertriebene Egozentrik, kein Narzissmus. Es ist Normalität. Die Beschäftigung mit mir selbst, um aus Erkenntnissen Einsicht zu haben, um mein Licht in mir auszudehnen und es in die Welt zu tragen, ist mein Lebenselexier. Täte dies jeder, hätten wir Frieden auf Erden.

Heute, kurz vor dem zweiten Monat des Jahres, kann ich noch kein Résumé ziehen, was ich realisiert habe und wo noch diverse Übungsrunden anstehen. Da nun der Januar so schnell verflogen ist und obwohl ich mich im Grunde freue, wenn der Winter vorbei ist, wird es aber auch klar, dass wohl die folgenden Monate auch schnell passieren werden. Es heißt also, schnell zu genießen, schnell Fülle und beglückenden Raum ins eigene Leben zu bringen!? Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt. Der Ausgleich von Spannung-Entspannung, Arbeit und Freizeit ist eine herausfordernde Angelegenheit. Es braucht viel Irrtum und Fehler, ein ständiges Neujustieren, eine Reflexion, die mit Milde zu sich selbst gepaart ist, ein sich nicht bewerten. Diese Haltung ist spirituell und ruht im erneuten Beobachten des Erlebens. Es ist nie schwarz und weiß, weder das Menschsein noch das Leben, in dem uns viele Facetten begegnen, damit wir wach werden, wach bleiben, erwachen.


Daneben haben wir zu leisten, zu liefern, das System zu bedienen und dem noch etwas Schönes abzugewinnen, es voll und ganz zu bejahen. Mir geht es häufig so, dass, wenn ich Freizeit oder auch nur

ein paar freie Stunden habe, ich dann plötzlich auf Knopfdruck mit mir gar nichts anzufangen weiß. Die vielen Dinge, die es zu erledigen gibt, sind einer Amnesie gleich verschwunden und in meinem Gehirn

und Bewusstsein nicht mehr abrufbar. Oft ist dann auch die Qualität des sich daraus ergebenden Trödelns, des Nichtstuns, nicht so bereichernd und erfüllend, dass ein wirklicher Erholungswert daraus resultiert. Und kaum ist dieser Freiraum vorbei, sind – schwupps - alle Erledigungen wieder da.


Ich ziehe durchaus Energie und Wohlsein daraus, Dinge zu erledigen und somit Ordnung zu schaffen. Ordnung jenseits von Pingeligkeit und Perfektionismus ist etwas, das tief in mir verankert ist. Innere Ordnung schafft äußere Ordnung und durch das Schaffen äußerer Ordnung schaffe ich in mir Ordnung und Klarheit.


Gleichzeitig, und das ist kein Widerspruch, sehne ich mich nach mehr privater Qualität in meinem Leben neben allem Funktionieren und Präsent sein den Aufgaben gegenüber. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und der heutige Tag, an dem ich ohne Zeitdruck und ohne Nachfolgetermin in die Sauna gehen konnte, hat mich zutiefst beglückt und beflügelt. Ich konnte im Ruheraum liegend und saunierend jeweils solange verweilen, wie es meinem Körper und meinem inneren Befinden gut getan hat und musste nicht wie sonst die Vernunft walten lassen, die mich alles tackten lässt, da der nächsten Termin, die nächste Aufgabe schon ruft.

Ein toller Tag, ein toller Anfang, ein toller Vorgeschmack auf weitere Momente, kleine und große, die

in dieser Qualität folgen mögen. Ich liebe meine Arbeit und ich brenne für meine Arbeit und den Kontakt mit den Menschen, für die Begleitung der Menschen, für die in einer Sitzung geteilte Zeit, die geteilte Energie, die geteilten Geschichten und ausgetauschte Liebe. Es ist stets ein Geben und ein Nehmen.

Ich danke immer wieder dafür in aller höchstem Maße, doch gibt es auch noch ganz allein mich in meinem Leben, ohne dass ich Mutter, Therapeutin, Hausfrau bin, ohne dass ich Frau oder Kind bin, sondern einfach nur ich als Seele mit meinem Spektrum, das dem jeweiligen oder jetzigen Bewusstseinszustand entspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dazu braucht es keine spektakulären Aktivitäten, dazu braucht es einfach das, was mir persönlich gut tut, was mir entspricht und was einfach umzusetzen ist. Wichtig ist, dass dabei kein Zeitdruck entsteht oder ich zulasse, dass er entsteht.


Das wiederum ist ein weiteres Thema, das sich anzuschauen lohnt. Inwieweit erschaffe ich meinen Zeitdruck selbst aufgrund meiner Prägungen, meiner Muster, mit meinen Vorstellungen?! Ich führe

es nicht weiter aus, da es selbstverständlich in alles hineinfließt und ich schon mehrfach dazu geschrieben habe.


Einsicht geschieht durch Erkenntnis und durch innere Schau, die wertfrei, ehrlich und mutig ist. In meiner normalen Spiritualität und spirituellen Normalität bin ich niemals getrennt von meinem ganz normalen Leben, in dem ich arbeite, funktioniere, Freizeit habe, immer weniger Rollen spiele, liebe. Meine Herausforderung ist für dieses Jahr, das sich gefühlt-qualitative Moment ausdehnen mögen, so dass Zeit irrelevant wird und tiefe Freude und Zufriedenheit relevant sind.

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