Fachkundliche Informationen:

» Ayurveda-Kur in Südindien - ein Erfahrungsbericht

» Der Darm und seine Flora – das Darm-Mikrobiom

» Der Dalai Lama plädiert für mehr Herzensbildung und globale Ethik -und wie Therapie dazu beitragen kann

» Frühjahrskur mit Regenaplexen

» Vitamin D3

» Schnupfenzeit – naturheilkundliche Mittel bei Atemwegserkrankungen

» Craniosakrale Behandlung nach zahnärztlicher Behandlung empfohlen

 

 

Ayurveda-Kur in Südindien - ein Erfahrungsbericht

„Wenn die Seele schreit, wird der Körper krank“.

Nehmen innerer und äußerer Stress überhand, werden einem Grenzen aufgezeigt, die nicht ignoriert werden sollten oder dies auch gar nicht mehr zulassen.

 

Mein Respekt und meine Leidenschaft gilt der hiesigen Naturheilkunde, die ich selbst vertrete und die von KollegInnen und teilweise Ärzten angewandt wird, denen ich vertraue und die ich schätze. Dennoch – kommt man an einen Punkt, an dem kein Vorwärtskommen mehr zu sein scheint – gibt es plötzlich einen anderen Weg, eine andere bisher noch unbekannte Ausrichtung, die ausprobiert werden möchte. Dies war der Moment, sich für eine Kur in Südindien zu entscheiden. Dank der kompetenten und überaus freundlich-engagierte Beratung des Reiseveranstalters „Neue Wege“ (https://www.neuewege.com/) fiel die Entscheidung schnell und treffsicher auf ein kleines Resort in der Nähe von Kottayam/Kerala. Das Athreya Ayurvedic Center (https://theathreya.com/) ist ein angenehm überschaubares Resort am Rande des Dorfes Pallom, gelegen an den angrenzenden Reisfeldern und Backwatern. „Klein, aber fein“, denn im Athreya achtet ein äußerst kompetentes und erfahrenes Ärzte-Ehepaar darauf, dass authentisches Ayurveda in seiner Reinform angeboten und bewahrt wird. Wer sich für das Athreya entscheidet, hat entweder Krankheitsbilder im Gepäck oder ist an ernsthaftem Panchakarma interessiert, was jeweils wenig mit Wellness und Beach-Tourismus zu tun hat. Panchakarma ist ein Wort aus dem Sanskrit und steht für die intensive, dennoch sanfte ayurvedische Reinigung des Körpers. In die Hände der bereits in der fünften Generation wirkenden und für ihre Erfolge in Kerala ausgezeichneten Arztfamilie kann man sich und seine gesundheitlichen Anliegen bedenkenlos begeben.

 

Was begegnet einem im Athreya:

  • Eine kompetente ärztliche Betreuung von Anfang an; bereits vor der Anreise, noch zuhause wird über Email-Kontakt eine ausführlicher Anamnese abgefragt
  • Ein persönliches, heimeliges Umfeld mit einer überschaubaren Anzahl von Cottages bzw. Unterkünften
  • Ein seriös und erstklassig ausgebildetes Mitarbeiter-Team, die in täglicher enger Zusammenarbeit mit den Ärzten die Behandlung/Treatments ausführen
  • Eine Anpassung der Behandlungen an den Heilungsverlauf bzw. die vorliegende Symptomatik
  • Gesundes ayurvedisches, sehr leckeres und hauptsächlich veganes Essen und viel gewürztes ayurvedisches Wasser, letzteres so viel man möchte und braucht
  • Yogastunden in der Früh und am Abend, die die Behandlungen unterstützen
  • Gute Luft, eine berührende Vogel- und Pflanzenwelt; alles zusammen ein Platz mit guter Energie
  • Interessante Mit-Kurende
  • Viel Ruhe und Zeit, um die Behandlungen wirken zu lassen, zu lesen, mit sich selbst zu sein

 

Was man im Athreya nicht findet:

  • Luxus, Strand & Meer oder gar einen Pool
  • Touristische Unterhaltung
  • Essen oder Genussmittel außerhalb des Resorts sollen vermieden werden
  • Viel Abwechslung

 

Im Athreya geht man früh ins Bett (ab 21 h wird es empfohlen), steht meist früh auf, da die Treatments bereits ab 5 h beginnen können, man ruht viel, zieht sich zurück, kommt zu sich. Was tatsächlich dem einen oder anderem fehlen könnte, sind tatsächliche Spazierwege, um ein bisschen Bewegung zu haben. Jedoch findet sich entlang der Reisfelder der ein oder andere Sandweg, und es lassen sich auch kleine Runden durch das Dorf drehen. Berührend wirkt dies, da diese Szenerie das originale und alltagsgetreue Leben der dort ansässige Menschen widerspiegelt. Die Wärme und recht hohe Luftfeuchtigkeit tun das ihrige dazu, dass man sich danach schon wieder hinlegen oder -setzen möchte und sich gerne wieder in den Athreya-typischen Rhythmus einreiht.

Die Mitarbeiter dort sind stets bemüht, einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und schlagen einem, sofern es im Bereich des Möglichen liegt, keinen Wunsch ab.

Die Anwendungen, die ja das Herzstück des Ganzen sind, konzentrieren sich anfangs auf eine intensive Entgiftung des ganzen Organismus, um nach dieser Eingangsphase in individuellere Behandlungen überzugehen.

Obwohl es meine erste Ayurveda-Kur war, war es schnell klar, dass hier wirkliche Ayurveda-Medizin betrieben wird, deren Hauptziel die Regeneration, Heilungsförderung und Verjüngung des Patienten/Kurenden ist. Gäste, die vielfach schon weitaus mehr Erfahrung mit Ayurveda-Kuren in diversen Resorts gemacht haben, haben dies einschlägig bestätigt.

Das Empfinden, von Kopf bis Fuß gereinigt zu sein, stellt sich ein. Darüber hinaus ist es natürlich für all diejenigen, die ernsthafte Probleme mitgebracht haben wichtig, dass sich auch dort was tut.

In meinem Fall gab es erste Anzeichen von Besserung, deren Tiefenwirkung und Nachhaltigkeit sich während des Aufenthalts selbstredend noch nicht klar zeigen konnte. Jedoch, zuhause angekommen, hat sich die Wirkung deutlich entfaltet.

Ayurveda ist ein uraltes, ganzheitliches und hochkomplexes Heilwissen, dass über Jahre und Jahrzehnte erlernt wird. Ich bin froh und dankbar, dort eingetaucht zu sein, es war an meinem persönlichen Punkt eine Art „Notbremse“, und es hat funktioniert! Die Reinigung des Körpers kann durchaus bewirken, dass tiefere emotional-geistige Bewusstseinsprozesse, sicherlich nicht am Beginn der Kur, durchaus aber in ihrem Verlauf, geschehen. Ich schätze es sehr, wenn sich der psychosomatische Aspekt zeigt, so dass Ent-Wicklung (Ent-Täuschung) möglich wird. Und hier wird der Bezug zur eingänglichen Aussage „Wenn die Seele schreit, wird der Körper krank“ erlebt und der Kreis kann sich schließen.

Natürlich macht eine 2-, 3- oder 4-wöchige Kur nicht die ganzen Monate und Jahre wett, in denen mache Probleme gereift sind. Dennoch bringt es einen Einschnitt im positivsten Sinne, ein neues Fundament entsteht, auf dem weiter aufgebaut werden kann. Und letztendlich spricht nichts dagegen, solch eine Kur zu wiederholen und die Aus-Heilung zu vertiefen!

 

Der Darm und seine Flora – das Darm-Mikrobiom

Das Mikrobiom ist die Gesamtheit aller im Organismus eines Menschen bzw. Lebewesens vorkommende Besiedelung von Mikroorganismen. Die Mikroorganismen im Darm bilden folglich das Darm-Mikrobiom,es gibt Millionen von ihnen in unserem Darm. Das Gleichgewicht und die Relation der verschiedenen Mikroorganismen zueinander scheint unsere Gesundheit und somit auch Krankheiten wesentlich zu beeinflussen. So ist diese Thematik derzeit Top-Thema der weltweiten Medizin-Forschung. Man geht davon aus, dass auch Krankheiten wie Diabetes, Rheuma, Multiple Sklerose, Demenz usw. mit dem Zustand des Darms etwas zu tun haben.

Bevor es zu diesen „mächtigen“ Krankheitsbildern kommt, gibt es jedoch schon Symptome, die viele Menschen tagtäglich kennen: Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Bauchschmerzen, Nahrungsunverträglichkeiten, Gewichtsprobleme, u.v.m. Hier sollte bereits der Hinweis auf ein Ungleichgewicht des Darm-Mikrobioms ernst genommen werden. Neue Studien weisen darauf hin, dass es gesundheitsfördernd ist, wenn viele verschiedene Arten von Bakterien im Mikrobiom angesiedelt sind (Diversität= Artenvielfalt).

Eine Stuhlflora-Diagnostik kann Aufschluss geben über die Darmbesiedelung der gängigen Keime, die bereits bekannt sind und lässt Rückschlüsse auf bspw. eine Candida-Besiedelung, entzündliche Prozesse, Magensäuremangel, Schwäche der Bauchspeicheldrüse zu. Dieser Zustand ist dann individuell therapeutisch behandelbar. Häufige Antibiotika-Einnahme verringert die Diversität der Darmbakterien, ebenso wie Chemotherapie und Bestrahlung.

Die Ernährung spielt diesbezüglich selbstverständlich eine große Rolle. Eine gesunde Frischkost ist hier das „Mittel der Wahl“. Die „guten“ Darmbakterien leben von Ballaststoffen, und diese sind in Gemüse und reifem Obst enthalten. Eine zu stark eiweißhaltige Ernährung kann über längere Zeit das Darm-Mikrobiom von den „guten“ Bakterien (wie Bifidobakterien, Lactobaccilus) verschieben hin zu einem Überhang an „schlechten“ Bakterien (gewisse Stämme von E. Coli, erhöhte Werte von Enterococcus). Fäulnisbakterien, die Clostridien, können sich in einem solchen Milieu (der ph-Wert im Dickdarm wird basischer durch die „schlechten“ Bakterien) ausdehnen. Häufig sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Folge. Eine Besiedelung des Darms mit Candida-Hefepilzen ist eine weitere Folge eines aus der Balance geratenen Darm-Mikrobioms. Auch Konservierungs- und Zusatzstoffe wirken sich problematisch aus. Dass die heutige, weit verbreitete Ernährungsweise mit Fast Food, Convenience Food und Fertigmenus eine „tickende Zeitbombe“ für unser Darm-Mikrobiom ist, erklärt sich fast von selbst.

Auch wenn das Internet viele Anregungen gibt und es fast möglich ist, sich sämtliche Informationen selbst zusammen zu suchen, möchte ich doch von einer Selbst-Therapie abraten. Wenn Sie Probleme mit der Verdauung haben, Hautkrankheiten oder Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, Diabetes usw. ist es ratsam, sich von einem Heilpraktiker Ihres Vertrauens fachkundig beraten zu lassen. Hierzu sollte eine Stuhldiagnostik als Grundlage der Befundaufnahme und darauf folgenden Therapie dienen, die von einem guten naturheilkundlichen Labor angefertigt wird. Natürlich birgt dies Kosten, die (leider) meistens auch nicht von den Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten werden. Eine gute Diagnostik und naturheilkundliche Therapie kann jedoch den Leidens-Zeitraum verkürzen und oftmals beenden, so dass auf lange Sicht gesehen evt. sogar Kosten eingespart werden können und das Leben wieder gesünder genossen werden kann.

 

Der Dalai Lama plädiert für mehr Herzensbildung und globale Ethik -und wie Therapie dazu beitragen kann

Im Newsletter von „Utopie“ erschien am 18.01.2018 das Interview des Journalisten Franz Alt mit dem Dalai Lama. Darin nimmt er zu unterschiedlichen Themen Stellung, wie z.B. die Politik des amerikanischen Präsidenten, die Flüchtlingsproblematik, Nationalismus und globale Welt. Die Kernaussage ist der Aufruf nach Herzensbildung bzw. mehr Herzensbildung. Werden „Liebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit, Vergebung, Sorgfalt, Toleranz und Frieden“ im Menschen geweckt und ausgebildet, gewährleisten diese Werte eine profunde Richtschnur für die Auflösung der kleinen und großen Probleme unserer Welt. Das Interview ist unter diesem Link einzusehen:

https://utopia.de/interview-dalai-lama-wir-brauchen-mehr-herzensbildung-76109/

Dem möchte ich sehr beipflichten. Wie der Dalai Lama ausführt, muss die Herzensbildung bereits in unserem Bildungssystem integriert werden und somit schon beim Kleinkind beginnen. Auch das ist wünschenswert. Ich stelle mir jedoch die Frage, was mit all den Menschen geschieht, die eben bisher keine Herzensbildung im Schul- und Bildungssystem erfahren haben, was ja die Mehrzahl aller Menschen betrifft. Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch - und das obwohl wir sicherlich schon „gute Menschen“ sind, die keinen Dritten bewusst schädigen wollen, auf die Umwelt achten und vieles mehr – auch in unserem Leben vielfältige Konflikte. Konflikte bspw. in der Familie, mit den Mitschülern, am Arbeitsplatz usw. Es wird dort aus Sympathie und Antipathie agiert, und es sind sicherlich jedem von uns in unterschiedlicher Intensität Emotionen wie Wut, Ärger, Zorn, Neid, Eifersucht, Angst und Hass gekannt. Wenn solch eine Emotion angetriggert wird und hochkommt und dann unser Handeln und unsere Wortwahl bestimmt, ist die Herzensbildung schnell im Hintergrund verschwunden und in dem Augenblick nicht mehr bewusst greifbar, um einen in jeder Hinsicht gewaltfreien Umgang mit dem Mitmenschen (und der Tier- und Pflanzenwelt) zu gewährleisten.

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung berichten und Stellung beziehen. Für mich ist es essentiell, die eigenen blockierten Strukturen meines Systems, die Verletzungen, die Grobheiten, Missverständnisse und Täuschungen, Traumatisierung usw. nach und nach aufzuspüren und die Resonanz zu den leidvollen Strukturen loszulassen und ausschwingen zu lassen. Dies kann nicht über die Ratio geschehen, es ist ein lebenslanger Prozess, der – so drücke ich es aus – von unserer Einbindung in die kosmische Vernunft geleitet wird. Auch gegen diese kann es jedoch auch Widerstände geben, die den Weg steinig und schwer machen; dennoch, ich denke, dass jeder Mensch zum gegebenen Zeitpunkt die Hinweise bekommt, sich zu überprüfen, sich selbst zu erkennen. Wobei wir nur das erkennen können, „was wir nicht sind“, damit wir dann, im Zuge dieser Ent-Täuschung, sein können, was wir wirklich sind. Jeder Mensch ist in diesem Prozess in seinem eigenen individuellen Bewusstseinszustand eingebettet. Es sollte von daher auch keine Wertung erfolgen, wo ein Mensch steht und was er schon verwirklicht oder nicht geschafft hat. Es geht mir vielmehr darum, dass jeder den Aspekt der Eigenverantwortlichkeit tief versteht und ohne „wenn“ und „aber“ in erster Linie bei sich selbst aufräumt. Natürlich sind die Themen des Gegenübers viel einfacher zu sehen als die eigenen, aber damit ist ja Niemandem geholfen. Wenn mein eigenes Licht ins Universum strahlt, ist das von unschätzbarem Wert, und dies umso mehr, je mehr einzelne Lichter aufgehen und strahlen. So hat jeder von uns die Chance, indirekt, etwas für den Weltfrieden zu tun.

Wie kann man all dies jedoch im Rahmen der eigenen irdischen, persönlichen Möglichkeiten bewerkstelligen?

Mein Tor zur Auflösung meiner Energiefresser, zum Erkennen dessen „was ich nicht bin“ und zur Bejahung meiner Eigenverantwortlichkeit in allen Belangen ist zum einen mein therapeutischer Hintergrund bzw. Zugang und zum anderen mein spiritueller Weg, den ich in Begleitung meines Meisters Mario Mantese gehen darf (für Interessierte https://mariomantese.com/de/home). Auf letzteres möchte ich hier nicht eingehen, da eine solche Begleitung etwas sehr Persönliches ist und jeder Mensch auch einen eigenen Bezug zu solch einem Thema hat und haben darf.

Das Tor zur therapeutischen Aufarbeitung der Altlasten jedoch ist etwas sehr Wesentliches. Dies gilt für die Körpertherapie als auch die Psychotherapie in all ihren Varianten. Selbstverständlich behandle ich nicht nur, sondern lasse mich selbst behandeln, spiegeln und begleiten. Dies ohne Ehrgeiz und ohne das Gefühl, etwas tun zu müssen, sondern einfach so, wie es ansteht, wie mir das Leben die Dinge vor die Füße rollt. Dann ist auch der richtige Zeitpunkt zum Hinschauen da und ein kosmisches Einverständnis zur Auflösung.

Mein Appell an die Menschen ist daher, sich begleiten zu lassen und Therapieangebote für Körper, Seele und Geist wahrzunehmen. Das ist so wichtig wie das tägliche, gesunde Essen und der Schlaf. Durch ein reichhaltiges Angebot kann, davon bin ich überzeugt, jeder das für ihn Passende, sowohl in Methodik als auch in Person, finden.

Selbstverständlich möchte ich nicht dogmatisch sein und behaupten, dass es nur so geht. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich zu befreien. Für manch einen von Ihnen gelingt dies vielleicht mittels einer Naturverbundenheit und ein sich Aufhalten in der Natur, einer ehrenamtliche Tätigkeit, eines sich Einsetzen für Tiere, eines buddhistischen oder religiösen Hintergrunds usw. Vielleicht haben Sie auch schon längst Ihren Zugang zu Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Gesundheit gefunden. Das finde ich ganz toll und kann Sie nur beglückwünschen.

Aber behalten Sie bitte auch im Auge, das eine professionelle therapeutische Begleitung oder auch sporadische Inanspruchnahme sehr wertvoll ist und im Zuge unserer Vernetzung und globalen Zusammenhänge auch erlaubt und gewollt ist. Auf diese Weise helfen wir Menschen uns gegenseitig, lernen aneinander und bereichern uns. Dies ist für mich gelebte Herzensbildung – und getreu des Mottos „wie Innen, so Außen“ und „wie im Kleinen, so im Großen“ fängt alles bei mir selbst an, und was es für die Gemeinschaft bedeutet, kann ich mit meinem Verstand gar nicht einsehen, dennoch geschieht es.

 

Entgiften mit Regenaplexen im Frühjahr

Den Organismus zu entlasten und von Schlacken zu befreien, fällt uns meist im Frühjahr ein. In der traditionellen chinesischen Medizin  ist das Frühjahr dem Organ Leber zugeordnet. Die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan, von daher passt der Entgiftungsgedanke sehr gut ins Frühjahr. Es ist allerdings das ganz Jahr hindurch möglich, und auch immer mal wieder empfehlenswert, seinen Körper kurmäßig zu entlasten. Hierfür bietet der Markt ein gr0ßes Angebot mit unterschiedlicher Herangehensweise: diverse Präparate, Nahrungsergänzungen, Phytotherapeutika, Säfte etc. stehen zur Verfügung.

In diesem Artikel möchte ich auf die Entgiftung mit Regenaplexen (von der Fa. Regena) hinweisen.

Bei den Regenaplexen handelt es sich um komplexhomöopathische naturheilkundliche Mittel. Komplexhomöopathie bedeutet, dass jeweils mehrere Pflanzen miteinander verarbeitet werden und in niedrigen homöopathischen Potenzen auf eine spezielle Art und Weise in ein neues Mittel übergehen. Diese Mittel sind sehr gut verträglich und in ihrem Zusammenspiel äußerst effektiv. „Zusammenspiel“ deutet hierbei schon an, dass eine Therapie mit Regenaplexen in der Regel aus mehreren Mitteln besteht, die gleichzeitig eingenommen werden. Somit wird das ganzheitliche Prinzip bedacht und die Entgiftung des Organismus steht in jeder Verordnung, unabhängig von Symptomen, mit an erster Stelle.

Um im Frühjahr – oder wann auch immer – mit Regenaplexen zu entgiften, stehen im wesentlichen vier Mittel zur Verfügung, die besonders dafür geeignet sind, unsere Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane zu reinigen und somit ihre energetische und organische Funktionsweise zu verbessern.

Diese Mittel sind:

  • Regenaplex Nr. 50a - Niere
  • Regenaplex Nr. 79 - Leber
  • Regenaplex Nr. 6  - Lymphe
  • Regenaplex Nr. 62a - Darm

Die Einnahme der Regenaplexe ist sehr einfach. Morgens werden diese 4 Mittel mit (durchschnittlich) je 8 Tropfen in ein großes Glas mit stillem Wasser (mind. 250ml) getropft, und während des Tages immer wieder schluckweise getrunken, bis im Laufe des Nachmittags das Glas leer getrunken ist. Geht man zur Arbeit oder macht einen Ausflug, empfiehlt es sich, die Tropfen in eine Flasche mit stillem Wasser zu füllen und wieder schluckweise zu trinken. Jeder Schluck wird dabei günstigstenfalls kurz im Mund belassen und somit vor dem Herunterschlucken eingespeichelt. Auf diese Art und Weise erhält Ihr Körper immer wieder einen Heilungsimpuls und die Stoffwechselprozesse werden optimal angeregt.

Die Anzahl von 8 Tropfen ist eine bewährte Dosis für Erwachsene. Sollten leichte Entgiftungsreaktionen auftreten, wie z.B. Kopfweh, leichte Übelkeit oder Schwindel, kann die Dosierung z.B. auf 3-4 Tropfen je Mittel reduziert werden. Am Besten sollte dies mit einem Therapeuten besprochen werden.

Die Mittel halten bei einer Dosierung von 8 Tropfen ca. 4 Wochen lang und sollten auch gänzlich aufgebraucht werden.

Nach erfolgter Entgiftung ist es viel einfacher, weitergehend symptomatisch zu therapieren. Denn der Körper ist nun gut vorbereitet, das, was weiterführend durch symptomatische Therapie im System herausgelöst wird (z.B. aus Gelenken, Geweben, Organen), deutlich besser zu verstoffwechseln und auszuscheiden.

 

Beispiele für Ergänzungen der Basis-Entgiftungskur (sowohl zugleich mit der Entgiftung oder auch hinterher als weitere Symptom-Therapie möglich):

  • Reduktion des Cholesterinspiegels mit Regenaplex Nr. 80aN, im Wechsel mit der Nr. 79

  • Verbesserung der Lungenfunktion mit Regenaplex Nr. 5 bzw. der Bronchienfunktion mit Regenaplex Nr. 4

  • Behandlung akuter und/oder chronischer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) mit Regenaplexen Nr. 71a und 71b

  • Entsäuerung des Gewebes mit den Regenaplexen Nr. 105 und 55

  • Entsäuerung der Gelenke mit den Regenaplexen Nr. 21 d und 21e (bei der Entsäuerung gilt, das vorher unbedingt entgiftet werden muss, um heftigere Reaktionen zu vermeiden und die Therapie effektiver zu gestalten)

  • usw.

 

Die Regenaplexe bieten mit fast 300 Mitteln die Möglichkeit, den Körper tief und umfassend zu behandeln. Es hängt vom individuellen Beschwerdebild ab, wie am Besten vorgegangen wird. Dies sollte dann mit einem Therapeuten abgestimmt werden.

Für eine Beratung zu den Regenaplexen, ihre Einnahme, Kosten, Dauer etc., stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen eine gute "Leberzeit" mit der Kraft des Frühlings, der alles sprießen und gedeihen lässt und somit die Voraussetzung für einen schönen, gesunden Sommer schafft!

Herzlichst, Ihre Antina Springer

 

Vitamin D3

Vitamin D3 entsteht in unserem Körper, wenn wir Sonnenlicht ausgesetzt sind. Das Sonnenlicht wird im Organismus in einem komplizierten Verfahren zu Vitamin D3 (was eigentlich ein Hormon ist) umgewandelt, welches dann auf unseren Calciumhaushalt einwirkt.

Eine einigermaßen gute Aufnahme von Calcium wird bei einem Vitamin D-Spiegel von mind. 30 ng/ml gewährleistet. Besser ist es, Werte über 40 – 60 ng/ml zu haben, die ganzjährig gehalten werden sollten. Der Höchstspiegel von 100 ng/ml Vitamin D3 ist erstrebenswert, eine Überdosierung ist kaum möglich.

Fehlt Vitamin D3 im Körper, kann es zu vielschichtigen Symptomen kommen:

  • Erschöpfung, Niedergeschlagenheit

  • Verkrampfung der Muskulatur, Schwäche und Schmerzen, Zittern und Zucken der Muskulatur

  • Skelettschäden wie z.B .Osteoporose

  • kalte Hände und Füße, Kreislauf- und Durchblutungsbeschwerden

  • Schlafstörungen

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsstörungen

  • innere Unruhe

  • Bluthochdruck

  • mglw. mitverursachend bei größeren Krankheitsbildern wie z.B. Arthritis, Diabetes, Krebs

  • u.v.m.

Achten Sie bei einem vorliegenden Vitamin D3 Mangel darauf, folgende Nahrungsmittel zu reduzieren oder zu meiden:

Fleisch, Wurst, konzentrierte Fette (Butter, Margarine, Sahne), Fabrikzucker, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte.

Diese Nahrungsmittel erhalten kein oder nur wenig Calcium, dafür sind diese Produkte säurelastig und beim Puffern der Säuren wird vermehrt Calcium über die Nieren ausgeschieden.

Obst, Gemüse und Salate hingegen sind basenbildende Lebensmittel, sie tragen u.a. zu einer guten Calciumversorgung bei.

Der Vitamin D3-Spiegel kann vom Hausarzt bestimmt werden. In folgendem Artikel des „Zentrum der Gesundheit“ können Sie sich informieren, wo und wie Sie darüber hinaus Ihren Vitamin D3-Spiegel bestimmen lassen können: www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-d-spiegel-ia.html

Folgendes Forum bietet umfassende Informationen über Vitamin D3, und auch hier gibt es Möglichkeiten, den Spiegel messen zu lassen oder mittels Selbsttest herauszufinden: www.vitamindservice.de

Das Forum informiert regelmäßig mit einem newsletter über Aktuelles zum Vitamin D3.

In unseren Breitengraden sollte eine Substitution mit Vitamin D3 Produkten mindestens von Oktober – März erfolgen.

In den Frühjahrs- und Sommermonaten kommt es darauf an, wie regelmäßig und unter welchen Umständen Sie tatsächlich in die Sonne gehen.

Vitamin D3 bildet sich im Körper vor allem dann, wenn zur Mittagszeit, also wenn die Sonne am höchsten steht, ein Sonnenbad genommen werden kann. Die hochstehende Sonne ermöglicht, dass die UVB-Strahlen, die zur Vitamin D3-Synthese benötigt werden, ankommen können. Bei tiefer stehender Sonne erreichen uns leider hauptsächlich die UVA-Strahlen, mit deren Hilfe kein Vitamin D3 entstehen kann.

Das Sonnenbad sollte ohne Sonnencreme und möglichst unbekleidet für ca. 20 min eingenommen werden.

Ist Ihnen das nicht möglich, ist es unter Umständen auch sinnvoll, ganzjährig Vitamin D3 zu substituieren.

Folgende Bezugsquellen können für eine Substitution in Frage kommen (alle vorgeschlagenen Produkte sind vegetarisch oder vegan):

Öle:

Kapseln/Tabletten:

Bitte lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker individuell beraten, welche Dosierungen des Vitamins sinnvoll sind, und wie lange die Einnahme erfolgen sollte.

Empfehlenswerte Literatur zum Thema:

Dr. med Raimund von Helden, Gesund in sieben Tage, Hygeia-Verlag

 

Schnupfenzeit – naturheilkundliche Mittel bei Atemwegserkrankungen

Mit diesem Artikel möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten geben, Erkrankungen der Atemwege mit pflanzlichen, natürlichen Präparaten zu begegnen. 

Gemeint sind die am häufigsten auftretenden Symptome oberer und unterer Atemwegserkrankungen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Husten mit und ohne Auswurf, grippaler Infekt evt. mit Fieber, Ohrenschmerzen, Bronchitis, Halsschmerzen, schleppender Heilungsverlauf. Sowohl bakterielle als auch virale Infektionen können mit diesen Mitteln behandelt werden.

Es ist ein kleines, aber wirkungsvolles Spektrum, und es sind Mittel, mit denen ich schon lagen zufriedenstellend arbeite. Natürlich kann dies keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben und es gibt neben den gleich vorgestellten Präparaten noch jede Menge andere wunderbare Heilmittelhersteller.

 

A. Notakehl, Quentakehl

Beginnen möchte ich mit zwei Mitteln der Firma Sanum Kehlbeck, die quasi jeweils ein Naturantibiotikum sind: Notakehl als Mittel gegen Bakterien und Quentakehl als Mittel gegen Viren.

Wie auch das allopathische Antibiotikum wirken Notakehl und Quentakehl vorrangig symptomatisch und helfen dem Körper, Erreger, die er unter Umständen nicht mehr selbst eliminieren kann, auszumerzen. Es erleichtert die vorliegende Symptomatik sehr schnell. 

Notakehl ist verfügbar als Notakehl D5 Tropfen, Notakehl D5 Tabletten, Notakehl D4 Kapseln, Notakehl D3 Zäpfchen, Notakehl D3 Salbe (sowie Ampullen zur Injektion).

Quentakehl ist erhältlich als Quentakehl D5 Tropfen, Quentakehl D4 Kapseln, Quentakehl D3 Zäpfchen (sowie Ampullen zur Injektion).

Im akuten Erkältungszustand kann z.B. Notakehl D5 Tr. vormittags mit einer Gabe von 3 x 10 Tr., und Quentakehl nachmittags mit einer Gabe von 3 x 10 Tr. eingenommen werden, bei Besserung wird entsprechend die Dosis reduziert. Sicherlich ist es sinnvoll, die Einnahmemodalität mit einem Therapeuten abzusprechen. 

 

B. Infludo

Ein tolles Mittel, das auch schon prophylaktisch, also beim ersten Hauch einer möglicherweise beginnenden Atemwegsinfektion eingenommen werden kann, ist Infludo Tropfen von Weleda, 50ml oder 100ml. Es lohnt sich wirklich, dieses Mittel in der Hausapotheke zu haben. Dank des Phosphors D4, das u.a. darin enthalten ist, wärmt es den Körper nach der Einnahme schön auf.

Bei akuten Zuständen kann es stündlich mit 8 Tropfen (Dosis für Erwachsene) eingenommen werden, max. 12 x pro Tag, bei Besserung reduzieren.

 

C. Schüssler Salze

Schüssler Salze sind Mineralsalze, homöopathisch aufbereitet, die viele Menchen bereits in ihre Hausapotheke integriert haben. Mineralsalze haben wir physiologisch im Blut. Sie werden im akuten und chronischen Krankheitsfall vermehrt aufgebraucht und es gilt, sie entsprechend wieder aufzufüllen, um die Gesundung herzustellen. 

Als 1. Entzündungsmittel wirkt die Nr. 3 Ferrum phoshoricum in D12 gut gegen die Infektion. Bspw. als „heiße 3“ können 10 Tabletten in heißem Wasser aufgelöst werden (nur mit Plastiklöffel umrühren) und langsam getrunken werden, wobei jeder Schluck ein wenig eingespeichelt werden kann. In flüssiger Form können die Wirkstoffe noch schneller und intensiver von der Mundschleimhaut aufgenommen werden. 2-3 x pro Tag kann solch eine heiße 3 getrunken werden. 

Zwei weitere Schüssler Salze fungieren (u.a.) als 2. und 3. Entzündungsmittel, die Nr. 4 Kalium chloratum in D6 und die Nr. 6 Kalium sulfuricum in D6. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Atemwegserkrankung schon 2-3 Tage oder länger anhält und unterstützen den chronischen Verlauf der Infektion. Nr. 4 hilft bei der „blühenden Entzündung“, Nr. 6 unterstützt die abschließende Heilung.

Bspw. können je Mittel 3 x 5 Tabletten pro Tag in den Mund gelegt werden. 

 

D. Regenaplexe

Eine tolle, tiefgreifende Therapie, die ursächlich wirkt, finden Sie in den Regenaplexen. Diese komplexhomöopathischen Mittel stellen zuerst einmal eine aufwendigere Therapie dar, die von einem Therapeuten begleitet werden sollte. Ihr Vorteil liegt jedoch in ihrem ganzheitlichen Ansatz.

Bei diesem ausgefeilten Therapiekonzept kommen immer mehrere Mittel zum Einsatz. So wird sichergestellt, dass immer eine Entgiftung der ausscheidenden Organe (Leber, Niere, Darm, Lymphe) sichergestellt wird, wodurch die symptomatisch eingesetzten Mittel dann sehr gut greifen können.

Eine Standardverordnung bei Schnupfen kann z.B. sein: Regenaplex Nr. 50a, 6, 72a, 62a. Sind Ohrenschmerzen dabei, wird an die Nr. 215 gedacht. Bei Bronchitis kann es sein: Regenaplex Nr. 50a, 6, 62a und 38a bei schleimigem Husten, Nr. 38b bei trockenem Husten und Nr. 38c bei Kitzelhusten und Kehlkopfreizung. Eine Nebenhöhlenentzündung braucht andere Mittel, nämlich die Nr. 71a und 71b.

Sie sehen, dass bei diesen Verordnungsbeispielen immer wieder die Nr. 50a (Nieren-Basismittel), Nr. 6 (Lymphmittel) und evt. Nr. 62a (Darmentgiftungsmittel) auftauchen. Es zeigt die besondere Wichtigkeit dieser Organe bzw. Organsysteme bei der Gesundung von Atemwegsinfektionen.

Letztendlich ist es eine über diese Standardbeispiele hinausgehende individuell auf die betroffene Person abgestimmte Mittelauswahl, die ein erfahrener Therapeut für Sie bestimmen sollte.

Die Mittel werden in ein bis zwei große Gläser mit stillem Wasser gegeben und über den Tag verteilt getrunken, so dass der Körper mit jedem Schluck einen weiteren Heilungsimpuls erhält.

 

E. Grippheel, Kattwigripp

Wenn Sie ein Einzelmittel bevorzugen, dass die meisten Symptome einer Atemwegserkrankung angeht, und das Sie ähnlich wie das Infludo in Ihrer Hausapotheke beherbergen können, möchte ich Ihnen noch die Mittel von der Firma Heel (Grippheel) und Firma Kattwiga (Kattwigripp) vorstellen.

Beide Mittel liegen in Tablettenform vor. Grippheel Tabletten 50 Stück oder 250 Stück, Kattwigripp Tabletten 50 Stück oder 100 Stück. Beide Mittel können im akuten Fall stündlich, mit je 1 Tablette in den Mund gelegt, eingenommen werden.

 

F. Agropyron, Gelsemium, Petasites

Diese 3 Präparate stellt die Firma Wala bereit.

Agropyron Globuli velati gegen den Schnupfen, grippalen Infekt, Mandelentzündung und Stirnhöhlenkatarrh.

Gelsemium comp. Globuli velati gegen Halsschmerzen und grippale Infekte.

Petasites comp. Globuli velati gegen Husten, akute und chronische Bronchitis.

Erwachsene nehmen im akuten Zustand 3-6 x tägl. 5-10 Globuli ein, Kinder sind altersabhängig zu dosieren. Für Kinder haben diese Mittel evt. den Vorteil, dass sie nicht auf alkoholischer Basis sind.

Grundsätzlich gilt für alle hier gemachten Empfehlungen, therapeutischen Rat einzuholen. Dosierungen und Mittelauswahl können dann gezielt und individuell ausgesprochen werden.

Ich hoffe, dass Sie diese kleine Zusammenstellung anspricht und evt. animiert, der Naturheilkunde eine Chance zu geben, Sie bei Ihrem Krankheits- bzw. Gesundungsverlauf zu unterstützen. Dabei wünsche ich Ihnen alles Gute und vor allem:

Bleiben Sie gesund!

 

Herzliche Grüße

Ihre Antina Springer

 

 

Craniosakrale Behandlung nach zahnärztlicher Behandlung empfohlen

Nach jedem Besuch beim Zahnarzt, bei dem mehr im Mund geschieht als nur reine Kontrolle, empfiehlt es sich, zur Entspannung der gestressten Kaumuskulatur und zur Reorganisation des eventuell verschobenen Kiefergelenks, eine craniosakrale Behandlung in Anspruch zu nehmen.

 

Warum ist das so?

 

Das Kiefergelenk ist ein kraftvolles, aber auch sensibles Gelenk.

Es ist strukturnah mit dem Schläfenbein (das ist der Knochen um unsere Ohren) und dem Unterkieferknochen verbunden. Diese Verbindung ist natürlich eine bewegliche, damit wir unsere Kau- und Sprechbewegungen ausführen können. D.h. dass wir dank unseres Kiefergelenks kauen können. Die starke und aufwendig gestaltete Kaumuskulatur können Sie   (zum Teil) auf folgendem Bild betrachten: 

 

Kaumuskulatur, aus: Netter, Atlas der Anatomie des Menschen, 2. Auflage, Tafel 49

 

Wird der Mund lange oder längere Zeit bei einem zahnärztlichen Besuch offen gehalten, kommt es zu Spannungszuständen in der Muskulatur. Ähnlich wie wir es von unseren Nacken- und Schulterverspannungen kennen, gehen diese nicht unbedingt  von alleine weg, wenn nach der Behandlung der Mund wieder normal geschlossen werden kann. Verstärkt wird die Anspannung häufig durch  emotionale Zustände, wie z.B. Angst vor Schmerzen, Angst vor dem Eingriff als solchem, alte ungute Erinnerungen an Zahnarztbesuche usw., individuell natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Kiefergelenk rotiert bei geöffnetem Mund nach vorne und kann sich dabei subluxieren (d.h. teilweise aus dem Gelenk hebeln).
Folgende Darstellungen verdeutlichen dies: 

 

a. geschlossener Mund (das Kiefergelenkköpfchen bleibt in der Gelenkpfanne)

 

b. Mundöffnung bis 15 Grad (bis zu diesem Grad der Mundöffnung verbleibt das Kiefergelenkköpfchen in der Gelenkpfanne)

 

c. Mundöffnung größer als 15 Grad (das Gelenkköpfchen verlagert sich nach vorne auf einen höckerartigen Vorsprung des Schläfenbeins),
Bilder a., b., c. aus: Prometheus Atlas (Kopf, Hals und Neuroanatomie), 2. Auflage, S. 57

 

Dieser Zustand wirkt sich im Nachgang nicht nur auf das Kiefergelenk selbst und die Kaumuskulatur aus, sondern auch auf die umliegenden Schädelknochen. Es kann in ihnen zu Verziehungen kommen (Keilbein, Schläfenbein, Stirnbein, Unter- und Oberkieferknochen).

Verziehungen dieser Art, besonders die des Keilbeins, wirken sich durch die knöcherne Verbindung des Keilbeins zum Hinterhauptbein (siehe Darstellung) unmittelbar auf die Halswirbelsäule aus. Es können Verspannungen im Hals-/Nacken-/Schulterbereich entstehen. 

Keilbein (Os sphenodale)aus Prometheus Atlas (Kopf, Hals und Neuroanatomie), 2. Auflage, S. 34, Ansicht des Schädels von unten
Bitte beachten Sie: das grün gefärbte Keilbein formt den hinteren Bereich der Augenhöhle und mit dem Hinterhauptbein (Os occiputale) zusamen die Schädelbasis, die Sie hier auf dem Bild gut erkennen können.

 

In der craniosakral osteopathischen Behandlung können diese Strukturen sanft mobilisiert und reorganisiert werden. 

Teilweise wird dazu im Mund gearbeitet, z.B. um den Musculus pterygoideus lateralis (innerer Flügelmuskel) zu dehnen. Dies befreit ungemein das Kiefergelenk und ist, da der Mund dabei kaum offen gehalten werden muss, eine stressfreie und revitalisierende Erfahrung.

Bei der Behandlung der Schädelknochen wird gleichsam ein Fokus auf die Harmonisierung innerer Gehirnstrukturen, wie Gehirnhäute, Gefäße, Nervenbahnen usw., gelegt.

Vor allem die nervliche Entspannung, die ja auch ein Herzstück der craniosakralen Behandlung ist, bewirkt eine tiefgreifende und umfassende gesunde Wiederherstellung der beanspruchten Körperareale.

Abgerundet werden kann eine solche Sitzung mit der Behandlung des Kreuzbeins.

Über die Rückenmarkshäute (u.a. die Dura mater, die harte Gehirnhaut) ist die Halswirbelsäule über die gesamte Wirbelsäule hinweg bis hin zum Kreuzbein verschieblich verbunden.

 

Rückenmarkshäute mit Spinalnerven, aus: Netter, Atlas der Anatomie des Menschen, 2. Auflage, Tafel 155
Bitte beachten Sie: dies ist nur ein Ausschnitt, diese Strukturen befinden sich vom Beginn der Halswirbelsäule bis hin zum Anfang des Kreuzbeines

 

Kieferfehlstellungen werden so relativ direkt bis zum unteren Rücken übertragen. Das Halten des Kreuzbeines ist zum einen ein schöner Abschluss einer craniosakralen Behandlung und zum anderen eine wirkungsvolle Unterstützung bei der Kiefer- und Gesichtsbehandlung. 

Letztlich ist eine craniosakrale Behandlung immer eine ganzheitliche Behandlung des Menschen, in der die jeweils individuelle Symptomatik berücksichtigt und mitbedacht wird. 

 

Den Organismus zu entlasten und von Schlacken zu befreien, fällt uns meistens im Frühjahr ein. In der traditionellen chinesischen Medizin ist das Frühjahr dem Organ Leber zugeordnet. Die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan, von daher passt der Entgiftungsgedanke sehr gut ins Frühjahr. Es ist allerdings das ganz Jahr hindurch möglich, und auch immer mal wieder empfehlenswert, seinen Körper kurmäßig zu entlasten. Hierfür bietet der Markt ein gr0ßes Angebot mit unterschiedlicher Herangehensweise: diverse Präparate, Nahrungsergänzungen, Phytotherapeutika, Säfte etc. stehen zur Verfügung.